Dienstplan erstellen: Anleitung in 5 Schritten

Die meiste Zeit kostet nicht das Ausfüllen des Plans, sondern das Nacharbeiten danach. Diese Reihenfolge verhindert den größten Teil davon.

1

Bedarf je Tag festlegen

Bevor eine einzige Schicht steht: Wie viele Personen braucht jeder Tag, in welchen Zeitfenstern, mit welcher Qualifikation? Dieser Bedarf ist der Maßstab, an dem der fertige Plan gemessen wird.

2

Verfügbarkeiten und Abwesenheiten sammeln

Genehmigter Urlaub, feste Sperrzeiten, Wünsche. Alles, was den Plan später umwerfen würde, gehört vor die Planung, nicht danach.

3

Wiederkehrende Schichten als Vorlage anlegen

Frühdienst, Spätdienst, Wochenenddienst. Wer diese Muster einmal sauber definiert, plant jede weitere Woche in Minuten statt in Stunden.

4

Plan füllen und gegen den Bedarf prüfen

Vorlagen auf die Tage ziehen, Lücken schließen, Überbesetzung abbauen. Erst dann Ruhezeiten und Höchstarbeitszeiten kontrollieren.

5

Veröffentlichen und Änderungen nachziehen

Der Plan gilt erst, wenn er veröffentlicht ist. Spätere Änderungen laufen über Tausch und Freigabe, damit immer eine einzige gültige Version existiert.

Drei Fehler, die jeden Plan kosten

Zuerst Personen, dann Bedarf

Wer den Plan nach Verfügbarkeiten füllt und den Bedarf erst danach prüft, verschiebt am Ende alles noch einmal.

Änderungen per Nachricht

Sobald Schichtwechsel in einer Chatgruppe verhandelt werden, existiert der Plan in zwei Versionen. Eine davon ist falsch.

Keine Vorlagen

Wiederkehrende Wochen jedes Mal neu zu bauen ist der größte einzelne Zeitfresser in der Dienstplanung.

Excel-Vorlage oder Software?

Die Grenze verläuft nicht bei der Teamgröße, sondern bei der Änderungshäufigkeit.

Situation Sinnvoll
Feste Wochenstruktur, kaum Tausch, eine planende Person Tabellenvorlage reicht
Regelmäßiger Schichttausch oder mehrere planende Personen Software
Team arbeitet mobil und braucht den Plan unterwegs Software
FAQ

Häufige Fragen

Wie weit im Voraus sollte ein Dienstplan stehen?
Zwei bis vier Wochen sind in den meisten Betrieben ein guter Kompromiss. Kürzer erschwert die private Planung des Teams, deutlich länger bedeutet, dass der Plan bis zur Ausführung ohnehin mehrfach überarbeitet wird.
Reicht Excel für einen Dienstplan?
Für ein sehr kleines, stabiles Team kann es reichen. Sobald mehrere Personen den Plan bearbeiten oder Schichten getauscht werden, ist die Datei das eigentliche Problem: Es kursieren mehrere Stände, und niemand weiß, welcher gilt.
Was muss ich bei Ruhezeiten beachten?
Das Arbeitszeitgesetz sieht in Deutschland grundsätzlich elf Stunden ununterbrochene Ruhezeit zwischen zwei Schichten vor, mit branchenabhängigen Ausnahmen. Prüfe deine konkreten Vorgaben und Tarifregelungen, bevor du Spät- und Frühdienste direkt aneinanderlegst.
Wie gehe ich mit kurzfristigen Ausfällen um?
Am schnellsten geht es, wenn die Schicht zur Abgabe freigegeben wird und das Team sie sehen kann. Wer übernimmt, meldet sich selbst, und die Planung bestätigt nur noch.
Brauche ich dafür eine Software?
Nicht zwingend, aber die Schritte oben laufen mit einem Planungstool deutlich schneller ab, weil Vorlagen, Abwesenheiten und Tauschanfragen an einer Stelle liegen. Weqly ist bis 5 Nutzer kostenlos, wenn du es ausprobieren willst.

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